Corona-Strategien "Zero Covid" und "No Covid": Gemeinsamkeiten, aber auch deutliche Unterschiede © Pixabay

Corona-Strategien: „Zero Covid“ und „No Covid“

Zuletzt war in der öffentlichen Diskussion immer wieder von „Zero Covid“ und „No Covid“ die Rede. Was es mit diesen beiden Corona-Strategien auf sich hat, dazu dient dieser Kurzüberblick mit ein paar interessanten Hintergründen und Informationen.

Drastische Senkung der Infektionszahlen

Sowohl „Zero Covid“ als auch „No Covid“ verfolgen das Ziel, die Infektionszahlen drastisch zu senken. Während „Zero Covid“ die europaweite 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner auf (nahe) Null drücken will, peilt „No Covid“ eine Inzidenz von unter zehn an. Soweit so ähnlich.

„Zero Covid“: Radikaler Umbau unseres Wirtschaftssystems?

Dafür fordert „Zero Covid“ einen umfassenden europaweiten Lockdown in allen nicht dringend erforderlichen Lebensbereichen und damit auch eine komplette Stilllegung der Wirtschaft und Industrie. Dafür soll sogar die Arbeitspflicht der Arbeitnehmer ausgesetzt werden. „Solidarische Pause“ nennen das die Aktivisten und spätestens hier sollten wir hellhörig werden. Denn es wirkt doch ganz so, als wollten die Aktivisten unter dem hehren Deckmantel der Pandemiebekämpfung unser bekanntes und bewährtes Wirtschaftssystem umstrukturieren.

„No Covid“: Kein Total-Lockdown und Erleichterungen in sogenannten „grünen Zonen“

„No Covid“ hingegen sieht keine Notwendigkeit für einen Total-Lockdown in ganz Europa und auch keinen Widerspruch zwischen Wirtschaftstätigkeit und Gesundheitsschutz angesichts der Möglichkeit „smarter“ Corona-Maßnahmen wie zum Beispiel vermehrter Tests, Homeoffice und FFP2-Maskenpflicht. Dort, wo es gelingt, die Inzidenz auf unter zehn Fälle pro 100.000 Einwohner pro Woche zu senken, sollen nach „No Covid“ sogenannte „grüne Zonen“ eingerichtet werden, in denen erste Maßnahmen gelockert werden (können). Als Vorbilder dienen den „No Covid“ – Vertretern hier Australien und Neuseeland. Die „No Covid“ – Initiative wurde übrigens unter anderem unterzeichnet von Clemens Fuest, Präsident des Münchner ifo-Instituts, und der Virologin Melanie Brinkmann.

Lastenausgleich durch Covid-Solidaritätsabgabe

Finanziert werden sollen die Folgekosten dieses Total-Lockdowns nach „Zero Covid“ übrigens, wen überrascht es nach dem zuvor Gesagten, durch eine europaweite Covid-Solidaritätsabgabe auf hohe Vermögen, Unternehmensgewinne, Finanztransaktionen und die höchsten Einkommen.