Ernährung sichern heißt Zukunft sichern

In meiner heutigen Rede stelle ich klar: Innovation und Technologieoffenheit stärken die weltweite Ernährungssicherheit.

Wenn bei uns die Preise an der Zapfsäule steigen, bedeutet das höhere Kosten im Alltag. In vielen Regionen der Welt kann dieselbe Entwicklung jedoch darüber entscheiden, ob Familien ausreichend Nahrung haben oder nicht. Gerade deshalb lohnt sich der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Die Bekämpfung von Hunger gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit – und sie wird durch neue internationale Krisen zusätzlich verschärft.

In dieser Woche wurde im Deutschen Bundestag der Antrag „Ernährungssouveränität herstellen – Globale Hungerkrise bekämpfen in Zeiten wachsender Finanzierungslücken“ beraten. In meiner Rede habe ich deutlich gemacht: Das Ziel, Hunger weltweit zu bekämpfen und Ernährungssicherheit zu stärken, teilen wir. Über den richtigen Weg dorthin gibt es jedoch unterschiedliche Auffassungen.

Hungerkrisen wirksam bekämpfen

Die Lage in vielen Teilen der Welt ist dramatisch. Besonders im Sudan, in der Sahelzone und im Libanon leiden Millionen Menschen unter Konflikten, Unsicherheit und steigenden Preisen für Lebensmittel. Zusätzlichen Druck erzeugen die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten und die Auswirkungen auf Energie- und Düngemittelmärkte.

Deshalb müssen wir Ernährungssicherheit weltweit stärken. Gleichzeitig sollten wir dabei auch den Blick auf die Ursachen richten und langfristige Lösungen fördern.

Auf Innovation setzen

Wer eine wachsende Weltbevölkerung ernähren will, kann sich nicht allein auf die Methoden der Vergangenheit verlassen. Deshalb habe ich mich im Bundestag für mehr Technologieoffenheit und Innovation ausgesprochen.

Wir brauchen widerstandsfähige Pflanzensorten, moderne Bewässerungssysteme, effiziente Düngeverfahren und eine starke Agrarforschung. Gerade angesichts von Trockenheit und klimatischen Veränderungen sind neue Technologien entscheidend, um Erträge zu sichern und Ressourcen zu schonen. Auch moderne Züchtungsmethoden sollten wir als Chance begreifen und nicht aus ideologischen Gründen ablehnen.

Mehr Wirkung statt immer mehr Geld

Deutschland engagiert sich bereits heute mit rund zwei Milliarden Euro jährlich für Ernährungssicherung, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. Das zeigt unsere internationale Verantwortung.

Angesichts der angespannten Haushaltslage kommt es jedoch nicht nur auf die Höhe der Mittel an. Entscheidend ist, dass vorhandene Gelder möglichst wirksam eingesetzt werden. Statt immer neue Ausgaben zu fordern, sollten wir stärker darauf achten, Effizienz zu steigern und Projekte gezielt dort zu unterstützen, wo sie den größten Nutzen entfalten.

Die Bekämpfung von Hunger bleibt eine zentrale Aufgabe internationaler Zusammenarbeit. Dafür braucht es Solidarität, aber ebenso Innovation, wirtschaftliche Stärke und einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln. Nur so können wir langfristig dazu beitragen, Ernährungssicherheit weltweit zu stärken und Menschen eine bessere Zukunftsperspektive zu geben.

Die gesamte Rede finden Sie unter diesem Link und alles zum Antrag und der Debatte hier.