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Entwicklungspolitik stärkt Deutschlands Interessen

Entwicklungszusammenarbeit ist kein Selbstzweck, sondern eine Investition in Deutschlands Zukunft.

Was, wenn ich Ihnen sage, dass wir alle jeden Tag mit Entwicklungsländern zu tun haben? Die Tasse Kaffee am Morgen, die seltenen Erden im Smartphone oder die Baumwolle unserer Kleidung – viele Dinge, die wir täglich nutzen, kommen aus Entwicklungsländern. Deutschland ist eng mit der Welt verbunden. Gerade in Zeiten globaler Krisen wird deutlich: Unser Wohlstand, unsere wirtschaftliche Stärke und unsere Sicherheit hängen nicht an unseren Landesgrenzen. Deshalb habe ich im Deutschen Bundestag entschieden dem Antrag der AfD widersprochen, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aufzulösen und die Entwicklungshilfe drastisch zu kürzen.

Deutschland ist auf internationale Zusammenarbeit angewiesen

Der Deutsche Bundestag hat gestern über zwei Anträge der AfD beraten. Einer davon fordert, das BMZ aufzulösen und die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit um rund 80 Prozent zu kürzen. Aus meiner Sicht wäre das ein schwerer Fehler.

In meiner Rede habe ich deutlich gemacht: Deutschland lebt von internationalen Partnerschaften. Unsere Wirtschaft ist eng mit anderen Ländern verflochten. Viele Produkte unseres Alltags wären ohne die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern nicht verfügbar.

Spätestens die Coronapandemie hat gezeigt, wie schnell unterbrochene Lieferketten unseren Alltag und unsere Wirtschaft treffen können. Wer glaubt, Deutschland könne sich von diesen Zusammenhängen abkoppeln, verkennt die Realität.

Entwicklungspolitik liegt im deutschen Interesse

Die AfD behauptet, Entwicklungszusammenarbeit liege nicht im Interesse Deutschlands. Ich sehe das genau anders. Wer deutsche Interessen nachhaltig vertreten will, muss internationale Zusammenarbeit stärken.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wurde bereits 1961 gegründet, um internationale Märkte aufzubauen, Kooperationen zu fördern sowie Frieden und Stabilität zu stärken. Gerade in einer Welt zunehmender geopolitischer Spannungen braucht Deutschland verlässliche Partner und stabile Beziehungen.

Unsere wirtschaftliche Stärke lebt vom internationalen Handel. Wer Entwicklungspolitik allein als Ausgabe betrachtet, übersieht ihren strategischen Nutzen für unseren Wirtschaftsstandort und unsere außenpolitischen Interessen.

Deutschlands Rolle in der Welt stärken

Wenn demokratische Staaten sich aus der internationalen Zusammenarbeit zurückziehen, entstehen Lücken. Diese werden nicht leer bleiben, sondern von autokratischen Staaten gefüllt.

Die Auflösung des Entwicklungsministeriums wäre deshalb kein Zeichen von Stärke, sondern würde Deutschlands Einfluss und Handlungsmöglichkeiten schwächen. Wer die Mittel drastisch kürzt und bewährte Strukturen zerschlägt, gefährdet langfristig internationale Partnerschaften sowie unsere wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen.

Verantwortung statt Populismus

Entwicklungspolitik ist kein Selbstzweck. Sie dient auch den Interessen Deutschlands. Deshalb habe ich im Deutschen Bundestag klar Position bezogen: Wer das Entwicklungsministerium abschaffen und die Entwicklungszusammenarbeit massiv zurückfahren will, schwächt Deutschland, seine Wirtschaft und seinen Einfluss in der Welt. Verantwortung bedeutet, langfristig zu denken und damit Sicherheit, Wohlstand und die Zukunft unseres Landes zu stärken.

Weitere Informationen zur Debatte finden Sie hier. Meine gesamte Rede können Sie unter diesem Link finden.