Ob neue Grünflächen, sanierte Ortskerne oder lebendige Treffpunkte im Viertel – die Qualität unserer Städte entscheidet darüber, wie wir leben, arbeiten und uns begegnen. Gerade in einer wachsenden Stadt wie München wird deutlich: Gute Stadtentwicklung ist kein Luxus, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe. Wie wir unsere Städte fit für morgen machen, steht deshalb am 8. Mai 2026 im Mittelpunkt der Debatte im Deutschen Bundestag – mit klaren Impulsen für starke Kommunen und lebenswerte Heimat.
Städtebauförderung: Bewährt und wirksam
Seit über 55 Jahren ist die Städtebauförderung das zentrale Instrument für eine gute Stadtentwicklung. Sie steht für lebenswerte Quartiere, ein starkes Miteinander und nachhaltige Strukturen. Bund, Länder und Kommunen arbeiten dabei eng zusammen – ein Erfolgsmodell, das sich bewährt hat.
Die Bilanz ist eindrucksvoll: Mehr als 12.500 Maßnahmen in rund 4.000 Kommunen wurden seit 1971 gefördert, mit insgesamt rund 23,9 Milliarden Euro Bundesmitteln. Für die Bürger bedeutet das ganz konkret bessere Lebensbedingungen – rund 9,1 Millionen Menschen leben heute in solchen Fördergebieten.
Investitionen, die Wachstum und Zusammenhalt stärken
Mit der Erhöhung der Bundesmittel auf erstmals 1 Milliarde Euro im Jahr 2026 setzt die Koalition aus CDU/CSU und SPD ein starkes Signal. Perspektivisch ist sogar eine Verdopplung vorgesehen. Diese Investitionen entfalten enorme Wirkung: Jeder Förder-Euro zieht ein Vielfaches an Folgeinvestitionen nach sich. Eine Million Euro kann rund sieben Millionen Euro an weiteren Investitionen auslösen – ein echter Wachstumstreiber für die regionale Wirtschaft.
Davon profitieren insbesondere lokale Betriebe, denn rund 70 Prozent der Mittel fließen in Bau-, Handwerks- und Planungsleistungen vor Ort. Gleichzeitig stärkt die Städtebauförderung gezielt unsere Innenstädte und Ortskerne. Programme wie „Lebendige Zentren“ oder „Sozialer Zusammenhalt“ sorgen dafür, dass Städte lebendig bleiben und das gesellschaftliche Miteinander gefördert wird.
Antworten auf aktuelle Herausforderungen
Unsere Städte stehen vor großen Aufgaben – vom Klimawandel über den demografischen Wandel bis hin zur Belebung von Innenstädten. Die Städtebauförderung setzt genau hier an. So werden bereits rund 21 Prozent der Mittel in klimarelevante Maßnahmen investiert, etwa in energetische Sanierungen oder grüne Infrastruktur. Auch der Erhalt historischer Gebäude wird gezielt unterstützt: Tausende denkmalgeschützte Gebäude konnten in den letzten Jahren gesichert und saniert werden.
Zugleich werden Kommunen entlastet – etwa durch vereinfachte Verfahren und bessere Unterstützung für finanzschwache Städte. Ziel ist es, allen Kommunen die Möglichkeit zu geben, ihre Stadtentwicklung aktiv voranzubringen.
Ein besonderes Zeichen setzt der Tag der Städtebauförderung am 9. Mai 2026 unter dem Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“. Hier wird deutlich: Stadtentwicklung lebt vom Engagement der Bürger vor Ort. Die Städtebauförderung ist ein zentraler Baustein für lebenswerte Städte, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlichen Zusammenhalt – und damit eine Investition in die Zukunft unserer Heimat.