Der Viktualienmarkt ist weit mehr als nur ein Ort zum Einkaufen. Er ist Treffpunkt, Wahrzeichen und ein Stück Münchner Identität. Umso wichtiger ist die Frage: Wie kann dieser besondere Charakter auch in Zukunft erhalten bleiben?
Darüber habe ich mich am 11. Mai mit der neuen Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Viktualienmarkt (IGV), Sabine Kroiß und ihrem Stellvertreter Marco Stohr ausgetauscht. Für mich war dieses Gespräch gleich doppelt wichtig – als Bundestagsabgeordneter, in dessen Wahlkreis der Viktualienmarkt liegt und als Vorsitzender des Vereins „Freunde des Viktualienmarktes e.V.“. Denn der Erhalt unseres Viktualienmarkts ist für mich eine echte Herzensangelegenheit.
An dieser Stelle möchte ich Frau Kroiß nochmals herzlich zu ihrer Wahl als neue Vorsitzende der IGV gratulieren und ihr für die bevorstehenden Aufgaben viel Erfolg und Schaffenskraft wünschen. Sie bringt nicht nur Erfahrung aus Medien und Kommunikation mit, sondern kennt auch die tägliche Arbeit auf dem Markt aus erster Hand. Gemeinsam mit ihrem Bruder betreibt sie seit mehreren Jahren den Stand „Wilde Zeiten“ am Viktualienmarkt.
Herausforderungen für den Viktualienmarkt
Im Gespräch wurde deutlich, vor welchen Herausforderungen der Viktualienmarkt aktuell steht: veraltete Infrastruktur, Nutzungskonflikte durch zunehmenden Partybetrieb und die Sorge, dass klassische Lebensmittelstände immer weiter verdrängt werden könnten. Gerade deshalb ist es wichtig, jetzt die richtigen Weichen zu stellen.
Ein zentraler Punkt unseres Austauschs war die Zukunft des Viktualienmarkts als echter Lebensmittelmarkt. Frau Kroiß machte deutlich, dass sie den besonderen Charakter des Markts erhalten möchte – lebendig und attraktiv, aber gleichzeitig funktional und authentisch.
Diese Einschätzung teile ich ausdrücklich. Der Viktualienmarkt lebt von seiner Vielfalt, seinen traditionellen Ständen und den Menschen, die ihn mit Leidenschaft prägen. Genau das macht ihn zu einem Ort, den Münchner ebenso schätzen wie Besucher aus aller Welt.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Teil unseres Gesprächs war außerdem die Frage, wie Händler, Stadt und Politik künftig noch besser zusammenarbeiten können. Frau Kroiß versteht ihre neue Rolle ausdrücklich als Vermittlerin und Moderatorin zwischen den unterschiedlichen Interessen. Kommunikation, Einbindung und pragmatische Lösungen stehen dabei im Vordergrund. Als Vorsitzender der Freunde des Viktualienmarktes werde ich diesen Prozess weiterhin eng begleiten und unterstützen. Denn der Viktualienmarkt gehört zur Identität unserer Stadt – und diese Identität gilt es zu bewahren.