„Auf jeden Winter folgt ein Mai“ – eine Strophe, die uns als Hoffnungsschimmer durch so manche dunkele Tage tragen konnte. Dieser Mai, jetzt ist er da! Bei uns in Bayern spielt er traditionell eine besonders wichtige Rolle: Die Natur wächst und blüht, die Tage sind länger und wärmer, die Menschen treibt es raus an die frische Luft. Seit Kurfürst Maximilian I. ist der Mai in Bayern der Marienmonat, der Monat der Patrona Bavariae. Als Schutzpatronin Münchens prägt sie das Stadtbild, vom Marienplatz über den Dom „Unserer lieben Frau“ bis zu kleinen Andachtsorten wie der Lourdesgrotte in Trudering.
So sind auch die Maibäume ein wichtiger Treffpunkt, an dem Menschen zusammenkommen. Ganz besonders gilt das fürs Aufstellen, dieses Jahr durfte ich in Bogenhausern am SV Helios Daglfing dabei sein. Der Segen, der ökumenisch dem Baum gespendet wurde, zeigte sich auch von oben bei strahlendem Sonnenschein und schönstem Frühlingswetter. Begleitet von Böllerschützen und Blasmusik wurde der Maibaum schließlich unter der fachkundigen Aufsicht der Feuerwehr errichtet. Mein großer Dank gilt den Ehrenamtlichen und Vereinsmitgliedern, die mit viel Zeit und Engagement dieses Fest ermöglicht haben, bei dem man zusammenkommen, ratschen und den Frühling genießen konnte. Die Daglfinger werden sich in den nächsten Jahren gerne daran zurückerinnern, jedes Mal, wenn sie am Maibaum vorbeikommen. Das verbindet und schafft Gemeinschaft!
In Berg am Laim wurde auch in diesem Jahr wieder eine bereichernde Tradition gepflegt: Der Maibockanstich mit Musik der BlechMUCer, zu dem der dortige CSU-Ortsverband mit Fabian Ewald als Vorsitzendem einlud. Als Festredner durfte ich über die politische Situation der Bundesrepublik sprechen, in der wir aktuell vor großen Herausforderungen stehen. Bestimmt gibt es vergnüglichere Themen für einen gemütlichen Abend im Mai. Doch genau das ist der gesellschaftliche Wert, der in solchen Traditionen steckt: Dass wir zusammenkommen und uns austauschen können – nicht immer nur über das, was gut läuft, sondern auch was uns besorgt und wo der Schuh drückt. Brotzeit, Bier und Blasmusik bringen uns zusammen und solange wir persönlich und ehrlich miteinander sprechen, können gemeinsam Lösungen gefunden werden.