Volles Haus beim politischen Frühschoppen in Bogenhausen/Berg am Laim: Vergangene Woche wurde im Wahlkreis lebhaft über die Themen diskutiert, die derzeit gleichermaßen München wie Berlin bewegen. Eingeladen hatten die Stadtratskandidaten Fabian Ewald und Jens Luther sowie Elisabeth Pangerl und Andreas Hörl. Unterstützt wurden sie vom Truderinger Bezirksausschussvorsitzenden und Stadtratskandidaten Stefan Ziegler.
In offener Atmosphäre spannte sich der inhaltliche Bogen weit: Von Bildung und innerer Sicherheit über Kultur und Sport bis hin zur Zusammenarbeit zwischen München und dem Bund. Schnell wurde deutlich, wie eng Bundes- und Kommunalpolitik miteinander verflochten sind. Gerade München ist als Wirtschaftsstandort auf stabile Rahmenbedingungen angewiesen – vor allem wegen der Gewerbesteuer, die die zentrale Säule des städtischen Haushalts bildet. Die Union arbeitet auf Bundesebene daran, diese Voraussetzungen nachhaltig zu sichern.
Besonders eindrücklich wurde die Diskussion beim Thema Sicherheit und Infrastruktur. Der jüngste Stromausfall in Berlin hat gezeigt, wie verwundbar Großstädte seien, wenn zentrale Versorgungsnetze angegriffen werden – sei es durch extremistische Gruppen oder ausländische Akteure. Die Konsequenz: ein klarer Fokus auf Prävention. Mit einem geplanten „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ sollen Bund und Länder enger zusammenarbeiten. Technisches Hilfswerk (THW), die Feuerwehren und weitere Blaulicht-Organisationen bilden eine tragende Säule in solchen Fällen. Zivil- und Katastrophenschutzspläne werden laufend angepasst und weitere Maßnahmen ergriffen. Deutlich wurde auch, dass Schulen künftig stärker eingebunden werden sollten, um junge Menschen frühzeitig auf Ausnahmesituationen vorzubereiten.
Lebendig wurde der Vormittag vor allem in der Fragerunde. Die Wortmeldungen reichten vom Seniorenbeirat bis hin zu einem Schülervertreter eines Münchner Gymnasiums – ein Spiegel der Stadtgesellschaft und ihrer vielfältigen Anliegen.
Am Ende stand ein positives Fazit: Der regelmäßige Austausch zwischen Bundes- und Kommunalpolitik bleibt entscheidend für Münchens Zukunft. Mit Blick auf die Kommunalwahl am 8. März 2026 soll dieser Dialog weiter intensiviert werden – damit die Landeshauptstadt auch politisch gut aufgestellt in die kommenden Jahre geht.