Wolfgang Stefinger besucht die ILA Air Show

Ein Highlight war diese Woche die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA Air Show) in Berlin-Schönefeld, die zu den größten und wichtigsten Luft- und Raumfahrtmessen der Welt gehört. Bei der gut einwöchigen Großveranstaltung, deren Wurzeln bis ins Jahr 1909 zurückreichen und die seit 1960 alle zwei Jahre stattfindet, präsentieren Branchenunternehmen aus aller Welt dem Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit ihre neuesten Erzeugnisse und Technologien: von Großflugzeugen und Raketen über Düsenjets und Helikopter bis hin zu unbemannten Flugsystemen. Begleitet wird die ILA von beeindruckenden Flugvorführungen und einem umfangreichen Konferenzprogramm.

Auch bayerische Firmen sind bei der ILA stark vertreten, denn schließlich befinden sich in Bayern eine Reihe wichtiger Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandorte. Das haben wir insbesondere Franz-Josef Strauß zu verdanken, der sich intensiv für die Ansiedlung und Förderung dieser Hochtechnologie in Bayern und Deutschland eingesetzt hat.

Auch für mich als Mitglied des Bildungs- und Forschungsausschusses ist die Messe von großem Interesse. Bei meinem ILA-Besuch konnte ich mich über aktuelle Produktportfolios und Trends aus erster Hand informieren und mir einen umfangreichen Überblick über die Branche verschaffen. Die Luftfahrt ist ein regelrechter Innovations-, Umsatz- und Jobmotor und erlebt einen beachtlichen Boom. Die forschungsintensive und innovationsstarke Branche verknüpft Hochtechnologien wie Elektronik, Robotik, Mess-, Steuer-, Werkstoff- und Regeltechnik. Im Geschäftsjahr 2013 wuchs der durchschnittliche Branchenumsatz um fast acht Prozent auf erstmals über 30 Mrd. Euro. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 4,8 Prozent auf 105.500. In unserem Land hängen insgesamt ca. 850.000 Arbeitsplätze vom Luftverkehr ab. Die Wachstumsaussichten sind äußerst positiv: Für die nächsten 20 Jahre wird eine Verdopplung des weltweiten Luftverkehrs erwartet. Bis 2031 rechnen Luftfahrtexperten mit einem weltweiten Bedarf von über 28.000 großen Verkehrsflugzeugen. Stark im Fokus stehen daher umweltfreundlichere und energieffizientere Technologien. Darin liegen auch große Chancen für die deutsche Luftfahrindustrie und ihre europäischen Partner. In vielen Bereichen sind wir Europäer technologisch führend. Die Politik muss daher auch weiterhin exzellente Rahmenbedingungen schaffen, damit unsere Unternehmen weltweit Spitze und Arbeitsplätze in unserem Land erhalten bleiben.

Foto: Wolfgang Stefinger vor dem Airbus A 380.