Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2014: Ein Grund zum Feiern!

Vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer, vor 24 Jahren feierte Deutschland seine friedliche Wiedervereinigung. Das sind historische Daten, die es zu feiern gilt und auf die wir stolz sein dürfen! Die Wiedervereinigung war ein diplomatisches Meisterstück der damaligen Bundesregierung unter Helmut Kohl, der die Gunst der Stunde nutzte und mit den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges und der DDR eine friedliche Wiedervereinigung der beiden geteilten deutschen Staaten erreichte. Fest steht aber auch: Ohne den Mut der vielen DDR-Bürger, die 1989 auf die Straße gingen und Freiheit und Demokratie forderten, hätte es keine freien Volkskammerwahlen und keine deutsche Wiedervereinigung gegeben.

Die offiziellen Feierlichkeiten zu dem denkwürdigen 3. Oktober fanden in Hannover statt. Am Tag zuvor hatte es in der niedersächsischen Landeshauptstadt ein Bürgerfest gegeben, bei dem sich der Deutsche Bundestag unter dem Motto „Der Deutsche Bundestag in Hannover – zu Gast beim Parlament“ präsentierte. Zusammen mit den anderen Verfassungsorganen Bundesrat und Verfassungsgericht sowie den 16 Bundesländern und zahlreichen weiteren Akteuren informierte das Parlament auf dem Festgelände über seine Arbeit und Geschichte. Dabei hatten die zahlreichen Besucher auch die Gelegenheit, als fiktive Abgeordnete am Planspiel einer Plenardebatte teilzunehmen und im originalgetreu nachgebauten Plenarsaal zu sprechen.

In der Woche zuvor hat der Bundestag über den Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit 2014 debattiert. Der Bericht zeigt: Die Lebensverhältnisse in Ost und West haben sich weiter angenähert. Die Infrastruktur im Osten wurde umfassend modernisiert, die Lebensqualität ist spürbar gewachsen. Wir können daher mit Stolz auf das Erreichte blicken. Gleichwohl gibt es noch einiges zu tun. So bestehen nach wie vor mitunter große Unterschiede bei den Wirtschaftsstrukturen zwischen Ost und West und damit auch bei der Wirtschaftskraft. Auch ist die Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern nach wie vor höher als in Westdeutschland. Ziel der Großen Koalition ist es, gleichwertige Lebensbedingungen zu schaffen. Die Bundesregierung wird daher die ostdeutschen Länder im Rahmen des Solidarpaktes II auch in den nächsten Jahren weiter unterstützen.