Schutz vor Wohnungseinbruch – KfW fördert auch kleine Investitionen

Wer Wohnung oder Haus besser vor Einbrechern schützen will, kann künftig schon ab einer Investitionssumme von 500 Euro einen Zuschuss bei der KfW beantragen. Dafür hat die Bundesregierung jetzt den Weg frei gemacht. Ein wichtiger Schritt beim Kampf gegen die steigende Zahl von Einbruchsdelikten.

Die Union steht für ein Gesamtpaket aus härteren Strafen für Einbrecher und Förderung privater Prävention. Der Kampf gegen den Wohnungseinbruch muss mit aller Entschiedenheit weitergeführt werden, daher hält die Union weiter an einer Mindeststrafe von einem Jahr Haft bei Wohnungseinbruch fest. Dieser Forderung hat sich Bundesjustizminister Maas (SPD) jedoch bislang verweigert.

Nach dem Beschluss der Bundesregierung werden seit 21. März 2017 auch kleinere Sicherungsmaßnahmen an den eigenen vier Wänden von Bundesinnenministerium, Bundesbauministerium und der KfW gefördert. Zuschüsse können somit schon ab einer Investition von 500 Euro bei der KfW beantragt werden. Bisher lag die Mindestinvestitionssumme noch bei 2.000 Euro. Weiter wie bisher schon sind bei aufwändigen Einbruchschutzmaßnahmen bis zu 1.500 Euro KfW-Zuschuss möglich.

Der Bund wird in den nächsten Jahren außerdem noch einmal massiv die Zahl der Bundespolizisten erhöhen. Hieran müssen sich zahlreiche Länder ein Beispiel nehmen. Denn sie sind in erster Linie verantwortlich, wenn es um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Diebesbanden geht. Bayern baut ebenfalls die Zahl seiner Polizisten aus und wird in den kommenden Jahren zusätzlich rund 500 Beamte pro Jahr zusätzlich einstellen.

Hintergrund: Im vergangenen Jahr hat die KfW mehr als 40.000 Förderzuschüsse für Einbruchschutz ausgereicht, mittels derer in rund 50.000 Wohneinheiten verschiedene einbruchhemmende Maßnahmen realisiert wurden. Seit 1.4.2016 können nicht nur Zuschüsse, sondern auch Förderkredite mit günstigen Zinssätzen für Investitionen in den Einbruchschutz beantragt werden. Hauptsächlich wurden einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren sowie Nachrüstsysteme für Fenster eingebaut. Seit November 2016 können private Bauherren und Mieter online ihren Förderantrag bei der KfW stellen und erhalten in wenigen Augenblicken ihre Förderzusage.