OECD-Studie zur Bildung: Deutschland schneidet gut ab

Gute Bildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft. Aus diesem Grund investiert die Große Koalition kräftig in den Haushalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). 2016 steigt der Etat um ca. 1,1 Mrd. Euro und erreicht damit mit einem Gesamtvolumen von ca. 16,4 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert. Nie zuvor wurde so viel Geld in Bildung und Forschung investiert. Dass die Investitionen der letzten Jahre Früchte getragen haben, zeigt sich erneut anhand der OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2015“, die von Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Prof. Dr. Andreas Schleicher von der OECD kürzlich vorgestellt wurde und auch Gegenstand im Bildungsausschuss des Bundestages war. Dabei zeigte sich eindrucksvoll: Das Bildungssystem in Deutschland schneidet gut ab, insbesondere bei den naturwissenschaftlichen Fächern („MINT-Fächer“), beim Bildungsniveau, bei der beruflichen Bildung und bei der frühkindlichen Bildung. In entscheidenden Leistungsbereichen liegen wir deutlich über dem OECD-Durchschnitt.

Wesentliche Ergebnisse
•  Deutschland ist bei den MINT-Fächern gut aufgestellt. Bei Anfängern in Bachelor- oder äquivalenten Programmen entscheiden sich 40% für MINT Fächer (OECD-Durchschnitt: 26%). Auch die Abschlüsse in MINT-Fächern entwickeln sich positiv. 14% der Erstabsolventen im Tertiärbereich erwarben einen Abschluss in den Naturwissenschaften, 20% in den Ingenieurwissenschaften (OECD-Durchschnitt: 9% bzw. 14%). Ein hoher Teil entfällt aber auf internationale Studierende. Deutschland hat in allen tertiären Bildungsstufen höhere Anteile in den naturwissenschaftlichen Abschlüssen als der Durchschnitt der OECD-Länder. Auch die Anfängerquoten in diesem Bereich sind stabil.
•  Der Trend zur Höherqualifizierung schreitet voran. Die Anfängerquoten auf Master- und Promotionsniveau sind besonders hoch, beim Master: 25% (OECD: 22%), bei der Promotion: 5,4% (OECD: 2,4%). Beim Bachelor liegen sie mit 48% unter dem OECD-Durchschnitt von 57%. Auch die Anfängerquote im Tertiärbereich ist mit 59% unter dem OECD-Mittel von 67%.
•  Die Arbeitsmarktindikatoren sind durchweg positiv. Bildungs- und Beschäftigungssystem sind gut aufeinander abgestimmt, v.a. Dank des Systems der dualen beruflichen Bildung. Nur 10% der 20 bis 24-Jährigen sind weder in Bildung, Ausbildung oder Beschäftigung (OECD-Durchschnitt: 15,5%). 2014 lag die Erwerbslosenquote bei nur 4,8% (OECD: 7,3%). Zwei Drittel aller Ausbildungsabsolventen wurden 2013 von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen.
•  Die starke berufliche Bildung führt zu hoher Basisqualifikation. Von den 25 bis 64-Jährigen verfügen 87% mindestens über einen Sekundarstufe-II-Abschluss.
•  Hohe Bildungsbeteiligung bei den Jüngsten. 59% der 2-Jährigen sind in frühkindlichen Einrichtungen (OECD: 39%), 92% der 3-Jährigen (OECD: 74%); 96% der 4-Jährigen (OECD: 88%).
•  Deutschland hat seine Bildungsausgaben erhöht. Sie liegen pro Bildungsteilnehmenden (2012: 11.363 US-Dollar) über dem OECD-Durchschnitt (10.220 US-Dollar). Besonders hoch sind sie in der beruflichen Bildung und im Elementarbereich, überdurchschnittlich im Sekundar- und Tertiärbereich.
•  Deutschland ist als internationaler Bildungsstandort attraktiv. 5% aller ausländischen Studierenden weltweit nahmen ein Studium in Deutschland auf. Auch die deutschen Studierenden sind besonders mobil; Deutschland ist innerhalb der OECD das Hauptherkunftsland.
•  Die Lehrergehälter sind bei Berufseinsteigern besonders hoch, Deutschland liegt hier im OECD-Ranking auf Platz 2.
•  Laut OECD muss sich das Bildungssystem in Deutschland nun insbesondere der Herausforderung der Integration von Flüchtlingen stellen.

Fazit
Deutschland verfügt über ein starkes, leistungsfähiges und international attraktives Bildungssystem. Insgesamt belegen die aktuellen OECD-Zahlen: Unser Bildungssystem ist eine unserer Stärken. Wir entwickeln uns im internationalen Vergleich in Richtung Spitzengruppe. CDU und CSU werden auch künftig ihren Beitrag leisten, um diese positive Entwicklung in der Bildung weiter zu stützen.