Neuer Aktionsplan Nanotechnologie 2020 beschlossen

Was hat Fußball mit „Nano“ zu tun? Ein einzelner Nanopartikel verhält sich größenmäßig zu einem Fußball wie der Fußball zur Erde. Nanopartikel sind Kleinstteilchen von einem Millionstel Millimeter, aber mit erstaunlichen mechanischen, optischen, elektrischen und thermischen Eigenschaften. Damit eröffnen sich vielfältige neue Anwendungsmöglichkeiten, etwa in den Bereichen Automobil, Energie, Information und Kommunikation, Textil, Bau und Farben. Auch in der Medizin, z.B. zur Bekämpfung von Tumorarten, kommen Nanopartikel zum Einsatz. Sie können dabei helfen, Wirkstoffe besser im Körper zu transportieren. Daran forscht auch das Klinikum Großhadern der LMU München.

Der kürzlich vom Bundeskabinett beschlossene neue Aktionsplan Nanotechnologie 2020 bündelt laufende und neue Förderprogramme des Bundes, fördert kleine und mittelständische Unternehmen und die internationale Zusammenarbeit sowie Fachkräfte, widmet sich aber auch der Erforschung möglicher Risiken für Mensch und Umwelt. Das Bundesforschungsministerium fördert diese Technologie in diesem Jahr mit rund 190 Mio. Euro. Die Nanotechnologie ist eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und ein weiteres spannendes Berichterstatterthema für mich im Forschungsausschuss.

Der Aktionsplan knüpft an die „Nano-Initiative 2010“ (2006) und den „Aktionsplan Nanotechnologie 2015“ (2011) an . Er ist Teil der neuen Hightech-Strategie und auf fünf Jahre angelegt. Ähnlich wie bereits bei anderen Aktionsplänen, Strategien und Forschungsrahmenprogramm, werden die zahlreichen Aktivitäten in diesem Bereich ressortübergreifend zusammengefasst. An dem Aktionsplan sind sieben Bundesministerium beteiligt: BMBF, BMAS, BMEL, BMG, BMUB, BMWi, BMVg. Im Blick stehen die zentralen Herausforderungen wie Klimawandel, Energiewende, Digitalisierung/Industrie 4.0, Gesundheit, Mobilität und zivile Sicherheit.

Mehr zum neuen Aktionsplan findet sich hier.