„Globalisierung gerecht gestalten“ – Bundesminister Gerd Müller im Wahlkreis

Trotz hochsommerlichen Temperaturen kamen über 200 Interessierte zum Nachmittagskaffee mit dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller in den Pfarrsaal von St. Emmeram in Bogenhausen. Unter den  Gästen waren auch die bekannte Schauspielerin Uschi Glas auch viele Aktive in der Flüchtlingsbetreuung und -integration.

Nach einem kurzen Film als Hinführung zum Thema spannte Dr. Müller den thematischen Bogen von Regionen in Afrika, welche durch Klimaveränderungen unbewohnbar werden, über fehlende Zukunftsperspektiven für junge Generationen und Hilfe zur Selbsthilfe bis hin zur Thematik Forschung und Entwicklung für neue Technologien, neue Möglichkeiten des Bauens und eine ressourcenschonende Wirtschaft.

Auch die Anwesenden kamen zu Wort, konnten eigene Projekte darstellen und auch Fragen an den Minister richten. Bei der Beantwortung berichtete der Entwicklungshilfeminister über ein von ihm gegründetes Textilbündnis ebenso wie über Rückführungsprogramme und über den von ihm initiierten „Marshallplan mit Afrika“.

Dabei betonte der Minister, dass die Herausforderungen Afrikas zwar nicht mit denen in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg vergleichbar seien, die notwendigen Kraftanstrengungen hierfür seien dies nach seiner Auffassung jedoch sehr wohl. Deshalb spreche er auch stets von einem Marshallplan MIT Afrika. Denn Afrika sei unser Partnerkontinent und bedeute Vielfalt: Afrika vereine 54 Länder und mindestens 3.000 Sprachen. Der Kontinent sei drei Mal so groß wie Europa und 85-Mal so groß wie Deutschland.

Dr. Müller betonte: Afrika hat für die Welt aber auch viel Potenzial: Es hat eine junge, wissbegierige, kreative Bevölkerung, die Hälfte ist jünger als 25 Jahre. Afrika sei allerdings auch ein Kontinent mit Problemen, Krisen und Kriegen und mit einer nach Arbeit suchenden, jungen Bevölkerung. Unerlässlich zur Lösung sei insbesondere ein politisch stabiles Afrika.

Der Marshall-Plan soll daher ein Angebot sein für eine neue Dimension der Zusammenarbeit. Dr. Müller möchte den Schwerpunkt auf Wirtschaft, Handel und Beschäftigung setzen und setzt in erster Linie auf einen Zukunftspakt für Afrikas Jugend. Denn diese braucht Jobs und Perspektiven in der angestammten Heimat.

Geduldig beantwortete Dr. Gerd Müller auch viele im Anschluss an die Veranstaltung gestellte Fragen einzelner Teilnehmer und so nahm er vielfach Anregungen und Anfragen mit auf seinem Flug in die Bundeshauptstadt Berlin.