Gespräche in München zu aktuellen Bildungs- und Forschungsthemen

Gemeinsam mit meiner Kollegin aus der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Senatorin a.D. Alexandra Dinges-Dierig, MdB, habe ich den Bayerischen Landtag, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in München besucht, um dort über aktuelle Bildungs- und Forschungsthemen zu sprechen.

Im Mittelpunkt des Austauschs mit dem AK Wissenschaft und Kunst der CSU-Landtagsfraktion standen insbesondere das vor kurzem novellierte Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG), das die Ausgestaltung von Zeitverträgen im Wissenschaftsbereich regelt, und die Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative – ein im Jahre 2005 beschlossenes Bund-Länder-Programm zur Förderung universitärer Spitzenforschung. Wenige Tage zuvor waren dazu die Evaluationsergebnisse der internationalen Expertenkommission unter Vorsitz des Schweizer Wissenschaftlers und Wissenschaftsmanagers Prof. Dr. Dieter Imboden vorgestellt worden. Darin wurde deutlich, wie erfolgreich die Exzellenzinitiative in den letzten zehn Jahren die Spitzenforschung in Deutschland gestärkt hat.

Bei dem Gespräch mit den Landtagskollegen war man sich einig: Wir brauchen exzellente Forschung, exzellente Hochschulen und exzellente Köpfe in der deutschen Wissenschaftslandschaft, die sich langfristig entfalten und weiterhin mit den Besten in der Welt konkurrieren können.

Im Anschluss an den Besuch im Maximilianeum folgten Gespräche mit der Vizepräsidentin der Hochschule München Prof. Dr.-Ing. Christiane Fritze, dem Leiter des Zentrums für Allergie und Umwelt am Helmholtz-Zentrum Prof. Dr. Carsten B. Schmidt-Weber sowie mit dem Präsidium der Technischen Universität München (TUM).

Die TUM begrüßte die Imboden-Empfehlungen zur Exzellenzinitiative ausdrücklich. Es sei wichtig, dass bei der Förderung auch weiterhin vor allem das Leistungsprinzip gelte. Die TUM hat aus der Exzellenzinitiative I insgesamt ca. 289 Mio. Euro erhalten – das entspricht umgerechnet ca. 26 Millionen pro Jahr. Auch bei der neuen Förderrunde (2018 bis 2028) kann sich die Universität, die zu den angesehensten Deutschlands zählt, gute Chancen ausrechnen, wieder zum Zuge zu kommen. Gleiches gilt für die Ludwig-Maximilian-Universität München (LMU), die ebenfalls ein hohes Renommee genießt.

Bei dem Besuch bestätigte sich eindrucksvoll: München ist ein Spitzenstandort für Forschung und Lehre. Wir wollen auch weiterhin exzellente Rahmenbedingungen schaffen, damit das so bleibt! Bei der anstehenden Ausgestaltung einer Exzellenzinitiative II muss Exzellenz weiterhin das ausschlaggebende Kriterium sein. Wir wollen Spitzenforschung an unseren Universitäten international noch sichtbarer machen. Und wir wollen deutsche wissenschaftliche Spitzenzentren in der internationalen Top Liga ganz nach vorne bringen. Daher darf es keine Förderung nach Proporz oder dem Gießkannenprinzip geben, wie andere Parteien es fordern!

 

Foto v.l.n.r.: TUM-Kanzler Albert Berger; TUM-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann; Alexandra Dinges-Dierig, MdB; Dr. Wolfgang Stefinger, MdB und TUM-Vizepräsident für Forschung und Innovation Prof. Dr. Thomas Hofmann.