Gefährlicher „Toter Winkel“ bei Lastkraftwagen: Weitere Anstrengungen zur Verhinderung von Abbiegeunfällen notwendig

Auch in diesem Jahr gab es in München schon sogenannte Abbiegeunfälle mit schwerwiegenden Folgen für schwächere Verkehrsteilnehmer. Ich halte es daher für äußerst wichtig, weiterhin konsequent an Lösungen zum „Toten Winkel“ bei Lastkraftwagen zu arbeiten. Ein diesbezüglicher Vorstoß beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zu Lösungsstrategien in anderen Staaten ergab jetzt verschiedene Ansätze. So führten in Großbritannien eingesetzte Linsen zu keiner nachhaltigen Verbesserung des Problems „Toter Winkel“. Das Thema „gläserne Türen“ bei Lkw-Fahrerkabinen stößt bei Lkw-Fahrern aus ganz Europa auf starke Vorbehalte. Dennoch wurde jetzt im Rahmen der Neufassung der einschlägigen gesetzlichen Richtlinien eine Diskussion über ein neues Design von Lkw-Kabinen angestoßen. Neben einer Verlängerung der Lkw-Front zur Verbesserung der Aerodynamik wird auch über gläserne Türen diskutiert. In Japan gibt es hierzu bereits erste Versuche.

Damit habe ich die Vorstöße des langjährigen CSU-Stadtrats aus Trudering, Dr. Georg Kronawitter, aufgegriffen. Dieser hatte sich nachhaltig für Lösungen zur Reduzierung der Anzahl von Abbiegeunfällen eingesetzt und Abbiege-Assistenzsysteme und den Einsatz von Kamera-Monitor-Systemen anstelle von Spiegeln zur Diskussion gestellt.

Ich sehe in den im Rahmen der letztjährigen IAA-Ausstellung zu Nutzfahrzeugen ausgestellten Neuerungen vielversprechende Lösungsmöglichkeiten und fordere das Bundesministerium dazu auf, mit Nachdruck an diesen Lösungen zu arbeiten. Ziel muss es sein, Abbiegeunfälle mit schwerwiegenden Folgen für schwächere Verkehrsteilnehmer dauerhaft zu beseitigen.