Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: 40 neue Professuren für die TU München

Heute hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) das Ergebnis der ersten Bewilligungsrunde des Bund-Länder-Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses („Tenure-Track-Programm“) verkündet. Demnach werden 468 Tenure-Track-Professuren an 34 Universitäten gefördert. Mit dabei ist auch die TU München, die 40 solcher Stellen und damit mit Abstand die meisten erhalten wird – ein Riesenerfolg für den Wissenschaftsstandort München!

Ziel des Programms ist es, die Karrierewege des wissenschaftlichen Nachwuchses planbarer und transparenter zu gestalten. Durch die Förderung von zusätzlichen Tenure-Track-Professuren soll dieser Professurtyp als eigenständiger Karriereweg neben dem herkömmlichen Berufungsverfahren auf eine Professur dauerhaft und breit an deutschen Universitäten etabliert werden.

Das Programm läuft von 2017 bis zum Jahr 2032 und ist in zwei Bewilligungsrunden aufgeteilt. Der Bund stellt ab diesem Jahr bis zu einer Milliarde Euro bereit, um insgesamt 1.000 zusätzliche Tenure-Track-Professuren zu fördern. Die jeweiligen Sitzländer der geförderten Universitäten stellen neben der Gesamtfinanzierung auch sicher, dass der Umfang an Tenure-Track-Professuren nach dem Ende der Laufzeit des Programms erhalten bleibt. Zugleich werden die Länder die Zahl der unbefristeten Professuren um 1.000 erhöhen, um die Karrierechancen des Wissenschaftlichen Nachwuchses insgesamt zu verbessern. Damit machen wir das neue Programm nachhaltig.

Mit dem Tenure-Track-Programm ist Bund und Ländern ein Durchbruch zugunsten des Wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland gelungen. Die nun neu geschaffenen Professuren werden Generationen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dauerhaft zusätzlich zur Verfügung stehen. Das Programm initiiert somit einen strukturellen Kulturwandel und stellt Mittel bereit, um diesen Reformprozess in der Universität angemessen gestalten zu können.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Verbesserung der Chancengerechtigkeit werden hiermit maßgeblich gefördert. Der neue international anerkannte Karriereweg zur Professur ist zudem attraktiv für die besten Köpfe aus dem In- und Ausland und ist eine wesentliche Grundlage dafür, die besten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für uns zu gewinnen und dauerhaft hier zu halten. Das Tenure-Track-Programm ist damit auch ein strukturelles Reformprojekt für den Innovationsstandort Deutschland.

Weitere Informationen zu dem Programm finden Sie hier.