Faschingshöhepunkt: Tanz der Marktfrauen am Viktualienmarkt

Es ist eine Tradition und der Höhepunkt des Münchner Faschings: Der Tanz der Marktfrauen am Viktualienmarkt. Zum 30. Mal tanzten die Standlfrauen vom Honig-, Obst-, Gemüse-, Käse- oder Brotzeitstandl am Faschingsdienstag und feierten damit heuer gleichzeitig ihr Bühnenjubiläum. Und in diesem Jahr hatte man den Eindruck, dass die Standlfrauen besonders beschwingt und noch besserer Stimmung waren, als die Jahre zuvor. Nach langem Bangen, wie es mit „ihrem“ Markt weitergehen würde, wurde von der Stadt zugesagt, den Viktualienmarkt nun doch im Bestand sanieren zu lassen. Nach den Abrissplänen für den Markt am Wiener Platz, dessen Pläne als Vorlage für den Viktualienmarkt dienen sollten, präsentierte die Stadtverwaltung vor wenigen Tagen ihr Modernisierungskonzept für eine Renovierung im Bestand. Die Händler und Bürger sollen in die Planungen einbezogen werden, ist nun zu hören.

Der Viktualienmarkt, der von vielen als das „Herz Münchens“ bezeichnet wird, ist ein sensibles Thema in der Stadt. Er gehört, neben der Frauenkirche und dem Münchner Rathaus, zu den meist fotografierten Wahrzeichen der Bayerischen Landeshauptstadt. Chef-Marktfrau Elke Fett bedankte sich im Namen ihrer Standlleute bei der Stadtspitze für ihr Einsehen und erntete großen Applaus von den faschingsbegeisterten Münchnern am Viktualienmarkt für ihre Aussage „es muss so bleiben wie es ist, denn so ist es am schönsten!“.

Foto: Bundestagsabgeordneter Dr. Wolfgang Stefinger als Münchner Kindl mit dem Münchner Faschingsprinzenpaar Christian III. und Petra IV.