Fachgespräch im Bundestag zum Thema Industrie 4.0: Wir wollen das große Potenzial von Industrie 4.0 voll ausschöpfen

Am heutigen Mittwoch fand im Bundestagsausschuss für Bildung und Forschung ein Expertengespräch zur Digitalisierung der Wirtschaft (Industrie 4.0), d.h. zur Verschmelzung von Produktion und Dienstleistung mit dem Internet, statt. Dabei zeigte sich: Mit dem parlamentarischen Antrag, den die Große Koalition kürzlich vorgelegt hat und an dessen Ausarbeitung ich als zuständiger Berichterstatter federführend beteiligt war, gehen wir in die richtige Richtung.

Wir wollen mit vielen Maßnahmen das große Potenzial von Industrie 4.0 ausschöpfen. Auf Initiative der Union hat der Deutsche Bundestag hierzu kürzlich einen entsprechenden Antrag zu Industrie 4.0 und Smart Services verabschiedet. Wir fokussieren uns dabei auf Bereiche wie IT-Sicherheit und Datenschutz, die bessere Förderung innovativer Startups und den Ausbau von Forschung und Entwicklung, aber auch auf Arbeit in der Industrie 4.0. Das heutige Expertengespräch hat uns gezeigt: Das Potenzial der Digitalisierung für den Standort ist enorm. Wenn wir Industrie 4.0 richtig ausgestalten, sichern und stärken wir unsere Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit.

Eine besondere Herausforderung ist die Mobilisierung des Mittelstandes. Vor allem kleine und mittlere Betriebe (KMUs) benötigen speziell auf sie zugeschnittene Informationsmöglichkeiten und Anwendungsbeispiele, um die mit der Digitalisierung der Wirtschaft verbundenen Chancen bestmöglich nutzen zu können. Die Einrichtung von fünf Mittelstand-Kompetenzzentren, einem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk und vier Mittelstand-Agenturen durch den Bund sind ein wichtiger Beitrag, ebenso die Förderung von speziell auf die Bedürfnisse des Mittelstandes zugeschnittenen Förderprogrammen, wie die Initiative „Industrie 4.0 – Forschung auf den betrieblichen Hallenboden“ des Bundesforschungsministeriums (BMBF).

Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Es ist daher äußerst wichtig, ihn bei der Anwendung von Industrie 4.0 durch praxisnahe Lösungen und mittelstandsgerechte Informationen zu unterstützen.

Auf der Online-Landkarte, die jüngst beim IT-Gipfel der Bundesregierung vorgestellt wurde (http://www.plattform-i40.de/), finden sich bereits über 200 konkrete Anwendungsbeispiele – von F&E-Projekten über Demonstratoren und Pilotprojekte bis hin zu marktreifen Lösungen und konkretem Einsatz. Forschungseinrichtungen und Unternehmen, darunter auch KMUs, können sich jederzeit an die Plattform Industrie 4.0 wenden und dort ihre Anwendungsbeispiele aufnehmen lassen. Für den Raum München gibt es bereits über ein Dutzend Eintragungen.