Ende des Zweiten Weltkrieges und Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Israel

In dieser Woche standen zwei Jahrestage an, die auf das Engste miteinander verbunden sind: Das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem jungen Staat Israel vor 50 Jahren. Am 8. Mai 1945, nach fast sechs Jahren Krieg mit ca. 60 Mio. Toten, schwiegen die Waffen. Die nationalsozialistische Diktatur und der Völkermord in Europa waren zu Ende, der Kontinent lag in Trümmern. Wir gedenken aus diesem Anlass der Opfer dieses schrecklichen Krieges und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Und wir können dankbar darauf blicken, dass unser Land seitdem in Frieden leben durfte und Europa eng zusammengewachsen ist. Aus den Gegnern von einst sind Partner, Freunde und Verbündete geworden. Das ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Umso mehr entspringt daraus auch eine Verantwortung Deutschlands für Frieden und Sicherheit in der Welt von heute und morgen.

Auch die deutsch-israelischen Beziehungen sind eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, denn wer hätte sich nach den Schrecken des Holocausts vorstellen können, dass eine Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden möglich wäre? Heute verbinden Deutschland und Israel intensive Beziehungen im politischen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich. In einem gemeinsamen parlamentarischen Antrag haben CDU, CSU und SPD an die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern und an die Bemühungen zur Aussöhnung erinnert. Dabei richten wir auch den Blick in die Zukunft und schauen, wie wir diese Beziehungen weiter gestalten und vertiefen können.