Chancen und Potenziale der „Additiven Fertigung / 3D-Druck“: Veranstaltung der Fraunhofer Gesellschaft

Im Rahmen der Veranstaltung „Additive Fertigung – 3D-Druck, Industrie 4.0: Idee und Umsetzung“ konnte ich am Donnerstagmorgen zwei wichtige Experten der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr.-Ing. Eckhard Beyer (Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik) und Prof. Dr.-Ing. Claus Emmelmann (Leiter des Instituts für Laser- und Anlagensystemtechnik, TU Hamburg-Harburg), im Deutschen Bundestag begrüßen. Die Referenten sprachen über die fast grenzenlosen Möglichkeiten für die Umsetzung des 3D-Druckes in Deutschland. Das Potenzial dieser Technologie ist immens! Egal ob Konsumgüterproduktion, Handwerk, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrtindustrie, Automobilindustrie, Architektur oder Kunst: der 3D-Druck kann überall eingesetzt werden. Additive Fertigungsmethoden werden klassische Herstellungsmethoden und Liefer- und Wertschöpfungsketten tiefgreifend verändern und haben das Zeug, zum Gigamarkt zu werden. Bis es allerdings zum flächendeckenden Einsatz und zur Massenproduktion kommen wird, müssen noch eine Reihe von Herausforderungen gemeistert werden. Im Kern geht es dabei insbesondere auch um innovative Geschäftsmodelle. Die Fraunhofer-Allianz Generative Fertigung mit ihren 15 Instituten arbeitet daran mit, dass Deutschland bei der Entwicklung des 3D-Druckes auf internationaler Ebene stark aufgestellt ist. Wir müssen nun daran arbeiten, diese disruptive Technologie rascher in die Anwendung zu bringen. Ein wichtiger Schlüssel liegt nach Auffassung der Experten bereits bei der Schulbildung. Durch die Vermittlung von Wissen über digitale Technologien und ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten kann bei Jugendlichen Begeisterung und Interesse an naturwissenschaftlichen Berufen geweckt werden – ein solides Fundament für die Zukunft.

Foto: Prof. Dr. Georg Rosenfeld; Dr. Wolfang Stefinger, MdB; Prof. Dr.-Ing. Claus Emmelmann; Prof. Dr.-Ing. Eckhard Beyer.