Bundestag beschließt Stärkung des Meister-BAföG: Wichtiger Beitrag für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung

Das „Meister-BAföG“ hat eine beeindruckende Erfolgsgeschichte vorzuweisen. Seit seiner Einführung im Jahre 1996 wurden ca. 1,7 Mio. Menschen mit rund 7 Mrd. Euro gefördert. Der Deutsche Bundestag hat heute in dritter Lesung die Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG), auch „Meister-BAföG“ genannt, beschlossen. Es beinhaltet deutliche Verbesserungen bei den AFBG-Leistungen.

 

In meiner heutigen Plenarrede dazu habe ich betont: Mit der Novelle setzen wir ein wichtiges Zeichen für die berufliche Bildung in Deutschland. Unser Ziel ist es, junge Menschen für eine betriebliche Berufsausbildung zu begeistern. Wir wollen motivieren und unterstützen und vor allem aufzeigen, dass mit einer Berufsausbildung alle Wege offen stehen!

 

Das Gesetz sieht ab dem 1. August 2016 deutliche Leistungsverbesserungen vor. So steigt unter anderem der einheitliche Zuschussanteil für den Basisunterhaltsbeitrag von bisher 44 Prozent auf 50 Prozent, der Zuschuss zum Maßnahmenbeitrag von bisher 30,5 Prozent auf nun 40 Prozent an. Zudem erhöhen sich der „Erfolgsbonus“ bei erfolgreicher Prüfungsteilnahme von 25 Prozent auf künftig 40 Prozent. Die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung wird erhöht, die Vereinbarkeit von Aufstiegsfortbildung, Beruf und Familie verbessert.

 

Mit der substantiellen Stärkung des „Meister-BAföG“ machen wir deutlich, dass sich Leistung lohnt und berufliche und akademische Bildung gleichwertig sind. Wir müssen weg von dem Bild, dass in erster Linie akademische Abschlüsse anzustreben sind. Deutschland braucht auch weiterhin bestens ausgebildete Fachkräfte!

 

Die CSU-Landesgruppe hat bereits vor einem Jahr bei ihrer Klausurtagung in Wildbad Kreuth eine deutliche Stärkung der beruflichen Bildung gefordert. Mit dem heutigen Bundestagsbeschluss setzen wir genau das um.

 

Meine Plenarrede können Sie nochmals nachverfolgen auf der Internetseite des Deutschen Bundestages unter: http://dbtg.tv/fvid/6598455