25 Jahre Fall der Berliner Mauer: Tausende Ballons stiegen in den Himmel

Anlässlich des 25. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer habe ich in der Hauptstadt das große Bürgerfest besucht, zu dem gut eine Million Menschen aus der ganzen Republik und dem Ausland gekommen waren. Vom 7. bis 9. November fanden in Berlin und vielen anderen Orten Deutschlands zahlreiche Veranstaltungen statt, um an das Ende des DDR-Grenzregimes zu erinnern, aber auch, um die vielen Menschen nicht zu vergessen, die beim Versuch, die Sperranlagen zu überwinden und in die Freiheit zu gelangen, ihr Leben verloren haben.

 

Höhepunkt des Gedenkwochenendes war die Lichtinstallation entlang des ehemaligen Verlaufs der Berliner Mauer. Auf einer Strecke von fast 15 Kilometern, von der Bornholmer Straße über die Gedenkstätte Bernauer Straße, den Reichstag, das Brandenburger Tor und den Checkpoint Charlie bis zur Oberbaumbrücke, erstreckte sich ein Streifen mit mehreren tausend Lichterkugeln, die am Abend des 9. November zu den Klängen von Beethovens 9. Sinfonie in den Himmel stiegen. Die symbolische Grenze löste sich in Luft auf. Das Ereignis hat die vielen Menschen und auch mich begeistert. Der 9. November 1989 ist ein herausragendes Ereignis der deutschen Nachkriegsgeschichte, auf das wir stolz und für das wir dankbar sein dürfen. Das Ende der Berliner Mauer brachte den über 17 Millionen DDR-Bürgern die lange ersehnte Freiheit und war der Anfang vom Ende der über vier Jahrzehnte dauernden deutschen Teilung.