200 Jahre Protestanten in Perlach – Jubiläum in St. Paulus

Die Ursprünge der evangelischen St. Paulus-Gemeinde in Perlach gehen auf das Jahr 1816 zurück. Damals kamen die ersten Zuwanderer aus der Rheinpfalz in die damalige Gemeinde vor den Toren Münchens. Ein eigenes Gotteshaus hatten die evangelischen Gläubigen im katholischen Perlach nicht, weshalb sie bis 1834 regelmäßig einen eineinhalbstündigen Fußmarsch nach München auf sich nehmen mussten, um einen Gottesdienst besuchen zu können. Der Bau einer eigenen evangelischen Kirche in Perlach wurde erst im Mai 1846 durch eine von König Ludwig I. von Bayern (1786-1868) durchgeführte Kirchenkollekte im ganzen Reich ermöglicht.

Mit einem festlichen Gottesdienst mit Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und einem Festumzug mit 14 Fahnenabordnungen wurde das Jubiläum würdig gefeiert. Unter den Gästen waren die Stadträtinnen Beatrix Burkhardt und Ulrike Grimm, Mitglieder des Bezirksausschusses 16 Ramersdorf-Perlach sowie der Landtagsabgeordnete Markus Blume. Pro-Dekan Pfarrer Klaus Gruzlewski überbrachte Pfarrerin Susanne Trimborn Glückwünsche des evangelischen Dekanats, Dekan Christian Penzkofer überbrachte Grüße der katholischen Pfarrei St. Michael Perlach.